Finanzen: Tagesgeld oder Festgeld – Unterschiede?

Tagesgeld – Das ist die Erklärung

Das Tagesgeld ist an keine festen Laufzeiten gebunden, das bedeutet, dass du jederzeit darüber verfügen kannst und es dir gegebenenfalls auch auszahlen lassen kannst. Bei der Verzinsung dieses Anlagemodells orientiert man sich an dem Leitzins der EZB (Europäische Zentralbank). Die Banken reagieren ziemlich schnell auf eine Veränderung des Leitzinses und passen die Zinsen, welche sie auf das Tagesgeld geben, entsprechend an. Den Banken ist es also möglich, den Zinssatz jeden Tag neu festzulegen.

Man benötigt allerdings ein sogenanntes Referenzkonto. Über dieses kann Geld auf das Anlagekonto eingezahlt oder wieder abgebucht werden.

Da die Banken nicht über Anlagen mit Tagesgeld länger verfügen können, da man jederzeit darauf zugreifen kann, gibt es hier weniger Zinsen als bei Anlagen mit Festgeld.

Festgeld - Kurz erklärt


Das Festgeld ist im Gegensatz zum Tagesgeld an feste Laufzeiten gebunden. Man spricht hier auch von einer Termineinlage, da man bis zu einem bestimmten Termin die Bank über sein Kapital verfügen lässt. Es ist mitunter möglich, auf das Geld noch vor dem Termin zuzugreifen, allerdings nur bei manchen Instituten und man verliert meist die Zinsen.

Auch bei diesem Anlagemodell ist ein Referenzkonto notwendig. Dieses wird hier gleichermaßen eingesetzt, wie beim Tagesgeld.

Die Banken können normalerweise über die Anlagen mit Festgeld über einen längeren Zeitraum verfügen. Dadurch können die Banken auf dem Geldmarkt Gewinn erwirtschaften, wodurch es zu einer höheren Verzinsung kommt als bei Anlagen mit Tagesgeld.