Finanzen: Dispositionskredit

Dispositionskredit einfach erklärt!

Ein Dispositionskredit, auch genannt Dispo, ist ein Kredit, welcher nur greift, falls man sein Konto überzieht. Angenommen man hat 500€ auf dem Konto und bucht 1.000€ ab. Durch die, auf dem Konto nicht vorhandenen 500€, nimmt man den Dispositionskredit in Anspruch. Dieser wird dann mit dem nächsten Gehaltseingang, inklusive den Dispositionszinsen getilgt. Der Dispositionskredit ist allerdings begrenzt auf ein Limit, je nachdem welches man mit seiner jeweiligen Bank festgelegt hat. Es besteht allerdings die Möglichkeit auch diesen Rahmen zu überziehen, dort fallen dann aber die Überziehungszinsen an, welche nochmal höher sind als die Dispositionszinsen.

Welche Vorteile hat ein Dispo?


Der größte Vorteil hierbei ist, dass dieser Kredit nicht extra beantragt werden muss, sondern immer gleich verfügbar ist. Der Dispositionskredit muss lediglich einmal festgelegt werden. Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass die Zinszahlungen sich mit jedem Zahlungseingang auf dem Girokonto verringern.

Nachteile eines Dispositionskredits


Hierbei ist der größte Nachteil der hohe Zinssatz. Dieser ist meist zweistellig. Das kann einen sogenannten Teufelskreis verursachen, da man dann gleich von seinem neuen Gehalt den Dispo zurückzahlt samt Zinsen, somit weniger Geld für diesen Monat zur Verfügung hat und erhöhte Gefahr besteht, wieder den Dispositionskredit in Anspruch nehmen zu müssen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Banken Dispositionskredite kurzfristig kündigen oder zurückverlangen können. Dies geschieht dann, wenn sie an der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Kunden zweifeln.